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Allgemeines
Eine starke Feder wird vor dem Schuss gespannt und drückt beim
auslösen des Schusses einen Kolben nach vorn (vergleichbar mit einer
Luftpumpe). Die vom Kolben auf bis um 200 bar komprimierte Luft
treibt das Geschoss an. Dieses Prinzip ist bei Freizeitwaffen weit
verbreitet, weil die Konstruktion einfach und robust ist und außer
für die Geschosse kaum Kosten anfallen. Außer durch eine Feder kann
der Kolben auch durch ein beim Spannen zusammengedrücktes
Luftpolster angetrieben werden. Analog zu den
Systemen mit Stahlfeder wird der Kolben beim Auslösen des Schusses
durch dieses Luftpolster nach vorn getrieben.
Bei vielen Freizeitwaffen fungiert der Lauf als Spannhebel für die
Feder (Kipp- oder Knicklaufsysteme), bei einigen Modellen sitzt der
Spannhebel parallel unterhalb des Laufes (z.B. Weihrauch HW 77).
Andere Modelle haben einen Spannhebel seitlich am Waffengehäuse ; es
gab Spannhebel, die den Ladehebeln von Repetiergewehren glichen und
bei frühen Konstruktionen wurden auch Kurbelmechanismen zum Spannen
der Feder verwendet. Ein Nachteil der Federspeichersysteme ist der
kräftige Prellschlag des Kompressionskolbens, der zu deutlichen
Erschütterungen der Waffe bei der Schussentwicklung führt.
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Druckluftsysteme
Bei Systemen für Druckluft gibt es einerseits Pump- und
Kompressionssysteme, bei denen der Druck durch eine eingebaute
Handpumpe erzeugt wird, und andererseits Pressluftsysteme, bei denen
Druckluft von außen in einen Drucklufttank in der Waffe gefüllt
wird.
Pumpsysteme kamen schon bei den historischen Windbüchsen zur
Anwendung und wurden immer wieder für Freizeit- und Jagdwaffen
genutzt. Meist wird ein interner Drucktank durch eine bestimmte
Anzahl von Pumpenhüben gefüllt, aus welchem dann Druckluft für einen
oder mehrere Schüsse entnommen werden kann.
Bei Kompressionssystemen genügt eine einzige Bewegung des
Pumpenhebels, um genügend Druckluft für jeweils einen Schuss zu
erzeugen.
Luftgewehr mit Pressluft-Kartusche beim Auflage-Schießen
Bei Matchwaffen sind Pressluftsysteme weit verbreitet, bei denen aus
einer Druckluftflasche von außen komprimierte Luft in einen
eingebauten Druckluftspeicher gefüllt wird. Aus diesem Speicher wird
über einen Druckminderer Luft in einen kleineren Behälter geführt,
aus welchem die Druckluft für den nächsten Schuss entnommen wird.
Durch den Druckminderer bleibt der Druck für jeden Schuss konstant,
solange der Druck im Haupttank über dem am Druckminderer
eingestellten Wert bleibt. Im Freizeitbereich spielen diese Systeme keine Rolle, da Bereitstellung und
Handhabung von Hochverdichteter Luft (200 bis 300 bar)
vergleichsweise aufwendig ist.
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Zieleinrichtungen
Ursprünglich wurden zum Zielen bei Luftgewehren unbewegliche Kimme
und Korn verwendet. Die Kimme besteht aus einer rechteckigen
U-förmigen Aussparung am oberen hinteren Ende des Gewehrs. Das Korn
ist an der Oberkante vorne am Lauf angebracht.
Ringkorn im Korntunnel
Beim Zielen muss das Korn mit seiner Oberkante eine Linie mit der
Oberkante der Kimme bilden („gestrichen Korn“). Diese Linie muss nun
unterhalb des Ringspiegels einer Schießscheibe angesetzt werden (man
spricht hierbei von „aufsitzen lassen“ des Ringspiegels). Dabei soll
das Korn gleichzeitig mittig unterhalb der Zehn auf der
Schießscheibe angesetzt werden.
Diopter bei einem Wettkampf-Luftgewehr
Moderne Wettkampfwaffen im Schießsport besitzen genauere
Zieleinrichtungen. Hinten sitzt auf dem Gewehr ein Diopter und vorne
am Lauf sitzt ein Ringkorn.
Ringkörner gibt es in unterschiedlichen Größen, je nachdem wie viel
vom Ringspiegel auf der Schießscheibe abgedeckt werden soll. Sie
können in der Mitte zur Lichtfilterung eine farbige Einlage
besitzen.
Der Schütze sieht durch einen Diopter, der im wesentlichen aus einem
Gehäuse mit einer runden Durchblicköffnung besteht. Oben auf dem
Diopter und an der Seite sind Drehknöpfe, mit deren Hilfe sich das
Diopter in Höhen- und Seitenlage sehr fein verstellen lässt. Der
Schütze muss nun den Ringspiegel der Schießscheibe im Mittelkreis
des Ringkornes zentrieren und anschließend beide Kreise in der
Durchblicköffnung des Diopters zentrieren. Bei Auslösen des Schusses
landet das Geschoss dann in der Zehn auf der Schießscheibe (soweit
die Theorie).
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