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· Stehend Schießen
· Mentale Vorbereitung und Mentales Training
· Das Abziehen
· Die Atmung
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Stehend Schießen
Gerade weil das Stehendschießen so anspruchsvoll ist,
hat es unter den Sportschützen die meisten Anhänger. Die Technik
dieses Anschlags darf man beruhigt zu den unendlichen Geschichten
rechnen. Niemand beherrscht es perfekt, jeder kann noch jede Menge
dazulernen.
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Der Kopf wird mit dem
Wangenknochen auf dem Schaftrücken abgelegt. Der Blick fällt bei
entspanntem Hals exakt in die Visierung.
Die rechte Schulter ist entspannt und gesenkt. Die
Schaftkappe sitzt mit festem Druck nah am Oberarmgelenk.
Die rechte Hand umfasst den Griff kräftig. Der Arm selbst ist
entspannt, wird aber durch die Schaftlänge relativ hoch fixiert.
Der Oberkörper ist zurückgelehnt und im Schultergürtel zum
Ziel hin gekippt. Beim Atmen über den Bauch werden die Muskeln
bewusst entspannt, damit der Rumpf sinkt und in sich zusammensackt.
Die Hüfte wird zum Ziel vorgeschoben. Dabei neigt sie sich,
bleibt aber auf der Linie zur Scheibe.
Das rechte Bein wird nach außen gestellt. Es stützt den
Anschlag, trägt allerdings nur etwa 10-30 % des Gewichts.
Das rechte Knie ist locker durchgedrückt. Durch feine
Variation der Drehung des rechten Fußes lässt sich die Spannung um
die Kniescheibe einstellen.
Der rechte Fuß bestimmt die Höhe, Ausrichtung und
Spannungsverhältnisse im Anschlag. Er ist wichtig zur Korrektur der
Balance, des Nullpunktes und der Muskelverspannungen. Der Fuß wird
im Verlauf des Schießens immer wieder fein versetzt, um
Veränderungen auszugleichen. Als Grundhaltung empfiehlt sich eine
leichte Drehung nach außen.
Die linke Schulter ist gesenkt. Der Arm liegt mit wenig Druck
am Brustkorb an. Erst der Ellenbogen hat Kontakt.
Das linke Handgelenk steht aufrecht und ist ohne aktive
Spannung. Die Hand wird häufig zur Faust geballt. Schützen mit
relativ langen Armen halten den Schaft in verschiedenen Variationen
zwischen den Fingern oder in der Handfläche. Der linke Unterarm
steht annähernd senkrecht. Muskelspannungen im gesamten Arm und in
der Hand sind minimal.
Der linke Ellenbogen ist das Schlüsselelement für die
Spannungsverteilung und Ausrichtung des Oberkörpers. Ein sicherer
Ansatzpunkt am Beckenkamm ist nötig, damit der Stützarm absolut
gelockert werden kann. Durch feine Verlagerungen des Ansatzpunktes
werden Balance und Nullpunkt reguliert.
Das Becken wird zur Scheibe vorgeschoben, dabei hebt sich der
Hüftkamm und das linke Bein wird stärker belastet. Das Vorschieben
geschieht gegen den Widerstand der Muskeln und Sehnen, es sollte
jedes Mal gleich weit passieren. Beim Einsetzen des Gewehrs in die
Schulter und mit der Drehung zum Ziel muss die Hüfte auf der Linie
zum Ziel bleiben.
Das linke Bein steht annähernd senkrecht, es trägt den
überwiegenden Teil des Gewichtes von Körper und Waffe. Feine
Drehungen sorgen für die Fixierung des Knies, falls es im Eifer
eines Wettkampfes mach schlackern sollte.
Die tragende Säule besteht aus dem linken Fuß, dem Bein, dem
Becken, dem linken Unterarm und der Hand. Im Anschlag solltest du
klar empfinden, dass sich das Gewicht des Gewehrs entlang dieser
Linie auf den Boden ableitet.
Der linke Fuß ist wieder für Balance, Statik und Ausrichtung
des Anschlag verantwortlich. Die feinen Nerven an der Fußsohle
melden in jedem Moment, wie das Gewicht verteilt ist. Diese
Information ist wesentlich für die Kontrolle deiner
Seitenschwankungen. Als Grundstellung wird die rechtwinklige
Ausrichtung des Fußes zur Scheibe bevorzugt
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Mentales Training
Mentales Training zum Sportschiessen
Mentales Training
· Gehkontrolle: gerade Strecke von 20m gehen, Zeit stoppen, mit
geschlossenen Augen Strecke im Geist gehen. Zeit vergleichen sie
sollte möglichst exakt sein.
· Blind: Augen schließen und Umgebung mit geschlossenen Augen sehen
· Schlüsselstellen: Grundlage des Abziehens im Kopf durch Definition
des exakten Abziehvorgangs
· Abziehen im Kopf: Schlüsselstellen auswendig lernen, Ablauf mit
Geräuschen und Gefühlen verbinden, 3x durchführen, Pause und erneut
3x, Zeitkontrolle
· durchspielen: Situationen und Probleme im Wettkampf im Geist
durchspielen und Lösungsstrategien entwerfen
Entspannung
· Musikentspannung: Entspannungslied mit geschlossenen Augen in
entspannter Haltung über Kopfhörer hören
· Atemruhe: einatmen und doppelt solange ausatmen (perfekter Schuss)
· Blitzentspannung: Schlüsselbund in der Hand halten und an eine
Wand lehnen, Augen schließen und versuchen einzuschlafen, nach 2-4
Minuten entspannen die Muskeln und der Schlüsselbund fällt zu Boden
Konzentration
· langsame Körperbewegung: Mit geschlossenen Augen, auf rechtes Bein
stellen, linkes Bein nach vorn - zur Seite und zurück zum Körper,
danach Beinwechsel
· Den Blick unter Kontrolle halten: nur auf die Dinge blicken, auf
die man sich konzentrieren will
· Konzentrationsprogramm: 1. Blickkontrolle, 2. Selbstaufforderung,
3. Ritual (vor/ zur Einleitung des nächsten Schusses)
Unmittelbare Wettkampfvorbereitung
· Störungen: Testwettkampf mit Störungen durchführen (Störgeräusche,
vorher Hampelmann machen, unerwartete Unterbrechungen, Zeitdruck...)
· Prognosetraining: Vor einer Serie oder vor einem Testwettkampf
eine Prognose der Leistung abgeben, aufschreiben und/oder Partner
informieren, danach Ergebnis vergleichen
· Problem: An einem ungestörten Ort zuerst Atemruhe, dann
verschiedene Probleme während des Wettkampfs durchspielen
(verrissener Schuss, gebrochener Schlagbolzen, aufkommende
Aufregung, Problem mit dem Abzug...)
Warm-Up vor/in dem Wettkampf
· Körperliches Aufwärmen
· Mentales Aufwärmen
· Langsame Körperbewegung (2min)
· Atemruhe (perfekter Schuss) (1min)
· Konzentration
· Blickkontrolle
· Selbstaufforderung
· Konzentriere dich aufs Korn
· Konzentriere dich auf die perfekte Technik
· Ich bin entspannt und kontrolliere die Technik
· Ritual zum nächsten Schuss
· Entspannung
· Atemruhe (perfekter Schuss)
· Langsame Körperbewegung (nicht im Wettkampf)
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Das Abziehen
Beim Abziehen gibt es verschiedene Grundregeln die zu
beachten sind:
· Die richtige Handhaltung am Pistolengriff des Gewehrs. Die rechte/
Linke Hand greift den Schaft mit festen Griff ohne die Finger zu
verkrampfen.
· Der Zeigefinger soll von der Fingerwurzel bis zur Kontaktstelle am
Abzugshebel frei beweglich sein und nicht den Schaft oder den
Abzugsbügel berühren.
· Der Finger muss so am Abzugsbügel anliegen, dass der Druck genau
in der horizontalen Schussebene von vorn nach hinten erfolgen kann
und nicht diagonal oder gar seitlich.
· Die Abzugsmechanik muss einwandfrei funktionieren. Der Abzug darf
nicht schleifen und der Druckpunkt muss stehen. Der Abzugswiderstand
bestehend aus Vorzugswiderstand und der Druckpunktwiderstand,
beträgt bei Luft- und Kleinkalibergewehren zwischen 80 und 120 g.
Es gibt zwei verschiedene Arten des Abziehens. Zum
einen das bewusste Abziehen. Das bewusste abziehen steht am Beginn
der Entwicklung. Man krümmt den Finger, wenn man das Idealbild vor
Augen hat. Bei Anfängern und untrainierten Schützen hat dies
Nebenwirkungen zur Folge. Die Schüsse werden verrissen und landen
weit außerhalb der erwünschten Ringzahl.
Die zweite Art des Abziehens ist das unbewusste Abziehen. Das
unbewusste Abziehen lässt sich trainieren. Der Schütze löst den
Schuss nicht mehr aus, wenn er das Idealbild erkennt, sondern der
Finger krümmt sich durch einen vom Auge ausgelösten Reflex.
Idealbilds sehen und Abzug betätigen erfolgt ohne Zeitverlust. Hier
liegt ein teil der besonderen Fähigkeiten der Spitzenschützen. Sie
sind fähig, diesen Reflex so kontrolliert auszulösen, dass weder
Verzögerungen noch Nebenreaktionen auftreten. Der Schütze nimmt nach
dem Einrichten des Anschlags den Druckpunkt und verstärkt den Druck
auf den Abzugshebel ständig, dadurch wird der Schütze vom Schuss
überrascht.
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